Geschriebene Bilder – Gemalte Geschichten
Kooperation bei der Ausstellungsgestaltung: Edition Werry und Culture Service Center

Aloys Cremers arbeitet spontan, emotional und expressiv. In seinen Bildern drückt er aus, was Worte nicht zu fassen vermögen. Beim Arbeiten versinkt er, seine Umgebung vergessend, in eine farbige Welt der Fantasie, geleitet von dem intuitiven Verlangen, Emotionen und Bewusstseinsprozesse auszudrücken. In seinen Bildern lassen sich die Auseinandersetzungen mit sich und anderen Menschen ablesen. Seine Bilder „erzählen“ von ihm selbst, sind Teil von ihm; sie werfen Fragen auf und sind zugleich „Problemlöser“ Nicht selten wird er von der Wirkung seiner bewegenden Bilder selber überrascht, und er weiß nicht, warum gerade dieses Bild jetzt so entstanden ist. Wenn der innere Druck groß genug ist, der Kopf die vielen Eindrücke und Ideen nicht mehr zu fassen vermag, bricht sich das Verlangen, mit Händen, Schwämmen und Farben das Chaos zu gestalten, Bahn. Weil seine Bilder aus einem intensiven Bewegtsein entstehen, bewegen sie auch andere und motivieren, die Ursachen des Sich-Angesprochen-Fühlens zu formulieren, wodurch die von Aloys Cremers erwünschte Kommunikation zwischen Kunstwerk und Rezipient stattfindet. Die - mit so viel Freude und kämpferischer Auseinandersetzung um das wahre, authentisch Persönliche - Bild gewordenen originellen Ideen lassen dem Betrachter keine andere Chance, als sich mit dem Bild und dem Künstler intensiv zu befassen. 
(Mechthild Frölich Kunsthistorikerin und Kuratorin)