Kunst Kraft des Alters
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Geboren in Meppen, hat er nach seinem Studium an der Universität und an der Hochschule für Kunst- und Werkerziehung in Mainz als Gymnasiallehrer in Essen die Fächer Kunst, Werken und Philosophie unterrichtet. Seit 1970 widmet er sich der Malerei. In den vergangenen zehn Jahren sind zudem zahlreiche Holzskulpturen entstanden.
 
"Motive meiner Malerei sind das Alltägliche, Naheliegende, wenig Spektakuläre. Auch fehlt das für das Ruhrgebiet ehemals Typische mit Förderturmskelett und Hochofenromantik. Ausgangspunkt ist das Selbstgesehene, Selbsterlebte. So werden Industrieareale, Brachen, Häuser, Geschäftsfassaden, aber auch Landschaften, also Urbanität und Produktion, mit der alten und mit Pinsel und Farbe sowie mit den technischen Möglichkeiten der Zeit auf die Leinwand gebracht. Es geht dabei nicht um die perfekte Kopie einer Fotografie, sondern um eine eigenständige Bildform, die den Intentionen des Malers entsprechend aus den Gesetzen und Konstruktionsprinzipien der Malerei entwickelt wird. Dabei fehlen fast gänzlich gestische Zufallsspuren, denn es zählt nicht in erster Linie die subjektive Gegenstand erschließt. Die aufwendige Malweise kann durchaus als Ausdruck der Achtung vor dem Gegenstand gesehen werden, der als Artefakt im Zustand des Stillstands oder des Verlassenseins eine ihm eigentümliche Würde offenbart, die im bloßen Gebrauch verborgen bleibt und nach dem Verbrauch infolge alsbaldiger Vernichtung unwiederbringlich verloren ist."
(Heinz-Josef Klaßen)